Pressemitteilung, 12.05.2022

HyLand-Symposium: Bundesminister Dr. Wissing heißt neue Wasserstoff-Regionen willkommen – HyPerformer geht in die zweite Runde

Berlin, 12. Mai 2022 – Bundesminister Dr. Wissing eröffnete heute das HyLand-Symposium in Berlin. Neben der Übergabe der Förderbescheide an die HyExperts der zweiten Runde und der Begrüßung der 15 neuen HyStarter-Regionen, kündigte er einen weiteren Aufruf in der Kategorie HyPerformer an. Damit befinden sich alle Kategorien in der zweiten Phase der BMDV-Initiative „HyLand – Wasserstoffregionen in Deutschland“.

Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr: „Mit dem regionalen Ansatz von HyLand bringen wir Wasserstoff in die Fläche und helfen 30 weiteren Regionen dabei, Konzepte für eine lokale Wasserstoffwirtschaft zu erarbeiten. Insbesondere freut es mich, dass wir auch in der Kategorie HyPerfomer eine zweite Runde verkünden und somit in Zukunft weitere Regionen durch Investitionszuschüsse bei der Umsetzung ihrer Wasserstoffkonzepte unterstützen können. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der deutschen Wasserstoffstrategie und zur Erreichung unserer Klimaschutzziele.“

Insgesamt setzen in der zweiten Runde bisher 30 weitere deutsche Regionen künftig auf Wasserstoff aus erneuerbaren Energien: Bundesminister Wissing hat heute die Gewinner im HyLand-Netzwerk willkommen geheißen, die sich 2021 in den Kategorien HyExperts und HyStarter im Rahmen des Wettbewerbs HyLand durchgesetzt hatten. Als Teil des Netzwerks von HyLand werden die Regionen mit den entsprechenden Förderinstrumenten und Netzwerken bei der Erstellung von regional integrierten Konzepten zur Einführung von Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie im Verkehr unterstützt und begleitet.

Neuer Aufruf für die Kategorie HyPerformer offiziell bestätigt

Auch die dritte und höchste Kategorie des HyLand-Wettbewerbs geht nun in die zweite Runde. In der ersten HyLand-Phase wurden den drei HyPerformern jeweils bis zu 20 Millionen Euro in Form von Investitionszuschüssen zur Umsetzung bereits bestehender regionaler Wasserstoffkonzepte zur Verfügung gestellt. Das Gesamtprojektvolumen der drei HyPerformer betrug dabei insgesamt 195 Millionen Euro. Die verfolgten Ansätze bilden die gesamte Wertschöpfungskette von Wasserstoff im Verkehrssektor in einer Region ab, von der Erzeugung, über die Speicher- und Verteilungsinfrastruktur, bis zu den vielseitigen Verkehrsanwendungen (Busse, kommunale Nutzfahrzeuge, LKW, PKW, etc.).

Die genauen Förderbedingungen der zweiten HyPerformer Phase werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Über HyLand

„HyLand – Wasserstoffregionen in Deutschland“ ist ein erstmals 2019 vom BMDV ausgerufener Wettbewerb, der sich nun in der zweiten Runde befindet. HyLand motiviert Akteure in allen Regionen Deutschlands Konzepte mit Wasserstoffbezug zu initiieren, zu planen und umzusetzen. Ziel des Wettbewerbs ist es, die innovativsten und erfolgversprechendsten regionalen Konzepte zu identifizieren und zu fördern. In der ersten Phase des HyLand-Programms wurden in den drei Kategorien „HyStarter“, „HyExperts“ und „HyPerformer“ bereits 25 Regionen beim Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft gefördert und unterstützt. Viele Regionen haben bereits Ihre Abschlussberichte und Machbarkeitsstudien vorgelegt und stehen vor der nächsten Entwicklungsstufe. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie 2016 – 2026.HyLand wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.

In der Kategorie HyExperts wurde eine Förderung von jeweils bis zu 400.000 Euro für die Gebietskörperschaften der Gewinnerregionen bereitgestellt. Damit können die Gewinner Beratungs-, Planungs- sowie Dienstleistungen beauftragen. Ziel ist die Erstellung eines umsetzungsfähigen Gesamtkonzepts für eine regionale Wasserstoffwirtschaft.

Die Gewinner in der Kategorie HyExperts:

Ostalbkreis (Baden-Württemberg), Landkreis Reutlingen (Baden-Württemberg), Landkreis Havelland (Brandenburg), Landeshauptstadt Kiel (Schleswig-Holstein), Stadt Hagen (Nordrhein-Westfalen), Stralsund-Rügen (Mecklenburg-Vorpommern), Landkreis Wartburgkreis (Thüringen), Landeshauptstadt Mainz (Rheinland-Pfalz), Werra-Meißner-Kreis (Hessen), Kreis Düren (Nordrhein-Westfalen), Stadt Chemnitz (Sachsen), Landkreis Passau (Bayern), Landkreis Lindau (Bayern), Landkreis Neustadt an der Waldnaab (Bayern), Landkreis Helmstedt (Niedersachsen)

Die 15 Gewinner der Kategorie „HyStarter“ werden jeweils ein Jahr lang fachlich und organisatorisch bei der Entwicklung eines regional zugeschnittenen Wasserstoffkonzepts und der Bildung eines Netzwerks für lokale Wasserstoffakteure begleitet. Die regionalen Netzwerke aus Politik, kommunalen Betrieben, Industrie, Gewerbe und Gesellschaft entwickeln gemeinsam Konzeptideen und Projekte mit dem Fokus Verkehrsanwendungen.

Die Gewinner in der Kategorie HyStarter:

Stadt Bendorf (Rheinland-Pfalz), Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern), Ostfriesland (Niedersachsen), Region Westpfalz (Rheinland-Pfalz), Perl (Saarland), Zweckverband Industrie-/Gewerbegebiet InterFranken (Bayern), Landkreis Altenburger Land (Thüringen), Stadt Bad Bentheim (Niedersachsen), Landkreis Eichstätt (Bayern), Hansestadt Wismar (Mecklenburg-Vorpommern), Landeshauptstadt München (Bayern), Kreis Soest (Nordrhein-Westfalen), Landkreis Göppingen (Baden-Württemberg), Landkreis Kulmbach (Bayern), Rheinhessen-Nahe (Rheinland-Pfalz)

Weitere Informationen zu HyLand sowie den Abschlussberichten finden Sie hier: www.hy.land

Die Aufnahme des HyLand Symposiums finden Sie auf unserem YouTube Kanal.

Material:

Zum Download der Fotos geht es hier (Bildrechte: Franz Josef).

Zum Download der Folien der Vortragenden geht es hier.

Kontakt
Michael Graß (NOW GmbH)
Manager Presse und Publikationen Kommunikation HyLand
michael.grass@now-gmbh.de

HyBayern – Grüne Wasserstoffmodellregion

Aufbau eines geschlossenen Kreislaufs aus grüner H2 Erzeugung, -verteilung und -nutzung
Landkreis Landshut, Ebersberg, München
Projektvolumen
42 Mio. Euro
Laufzeit
2020-2025
Durch die Nutzung des grünen Wasserstoffs als Kraftstoff für den Betrieb von 35 neuen Brennstoff­zellen- Bussen, 30 Pkw, Flurförder­zeugen und dem geplanten Wasserstoff-Technologie-Anwender­zentrum werden jährlich bis zu 4.500 Tonnen CO2 Tonnen CO2 eingespart.

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