HyPerformer I:

H2Rivers

Metropolregion Rhein-Neckar

Ziel: Entwicklung der Region Rhein-Neckar zu einer Wasserstoff-Modellregion im Mobilitätssektor

Projektvolumen: 52,2 Millionen Euro

Laufzeit: 09/2020 bis 08/2023

Hintergrund zur Region

Die Metropolregion Rhein-Neckar liegt im Schnittpunkt der Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz und erstreckt sich vom Pfälzerwald im Westen bis zum Odenwald und Kraichgau im Osten sowie von der französischen Grenze im Südwesten bis einschließlich des hessischen Rieds im Norden. Auf einer Fläche von rund 5.600 Quadratkilometern leben ca. 2,4 Millionen Menschen und rund 150.000 Unternehmen machen Rhein-Neckar zu einem der wirtschaftlichen Motoren Deutschlands.

Das Projekt H2Rivers ebnet in der Metropolregion Rhein-Neckar den Weg für den flächendeckenden Markteintritt von emissionsfreien Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologien im Mobilitätsektor. Gleichzeitig werden Angebot und Nachfrage angeregt sowie zusammen mit regionalen Akteuren aus der Industrie und mit der öffentlichen Hand eine nachhaltige regionale H2-Wirtschaft aufgebaut. Die Teilprojekte von H2Rivers bilden die gesamte Wertschöpfungskette von der regenerativen Erzeugung über die Distribution auf kurzen Wegen bis zur Verwendung in der Mobilität ab. Hierdurch können wirtschaftliche Synergieeffekte gehoben und die Tragfähigkeit sichergestellt werden.

H2Rivers sorgt mit der Anschaffung von rund 90 PKW und leichten Nutzfahrzeugen, 22 Bussen, 10 Flurförderfahrzeugen, 3 Müllsammelfahrzeugen und 2 Straßenmeistereifahrzeugen mit Brennstoffzellenantrieb für die Nachfrage nach Wasserstoff. Gleichzeitig wird die erforderliche Infrastruktur entstehen. Dazu gehören Wasserstoff-Erzeugungsanlagen für rund 240 Tonnen pro Jahr aus der Elektrolyse und ca. 400 Tonnen pro Jahr aus der Dampfreformation. Parallel werden eine Hochleistungsverdichtungs- und Abfüllanlage und 4 Tankstellen aufgebaut sowie 12 neuartige H2-Trailer für die Versorgung dieser mit auf bis zu auf 700 bar vorkonfektioniertem Wasserstoff angeschafft.

Durch den integrierten Ansatz von H2Rivers entsteht ein skalierbares System, welches die Grundlage für die Metropolregion Rhein-Neckar als Modellregion des Wasserstoffs legt. Das Projekt soll innerhalb eines Zeitraums von 3 Jahren nach Projektstart umgesetzt werden. Bei den Projektphasen muss generell zwischen Infrastruktur- und Fahrzeugbeschaffungsprojekten unterschieden werden, da hier große Differenzen im Prozedere bestehen.

Beide Arten eint die 1. Phase, in dieser werden zunächst die Einzelanträge der Teilprojekte beim Projektträger Jülich eingereicht und durch diesen geprüft. Bei den Fahrzeugbeschaffungsprojekten werden nach der Antragsgewährung in der 2. Phase die Beschaffungsumfänge nach den geltenden Vorschriften ausgeschrieben und die Umfänge am Markt vergeben. In der 3. Phase erfolgt nach der Lieferung die Einführung mit ggf. Fahrerschulungen und der Inbetriebnahme der Fahrzeuge. Zu den Infrastrukturprojekten zählen der Aufbau von Erzeugungskapazitäten wie der Elektrolyseure, der Bau der Abfüllanlage sowie der Tankstellen. In allen drei Fällen erfolgt nach der Antragsgewährung in der 2. Phase die finale Standortauswahl, Projektierung und Planung des Bauvorhabens. Ebenso müssen Bau- und Betriebsgenehmigungen eingeholt werden. Hierfür sind erfahrungsgemäß sehr unterschiedliche Zeitspannen anzusetzen, was entsprechend im Gesamtprojektplan berücksichtigt wird. Die 3. Phase ist die Bauphase, in der die Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt werden. In der finalen 4. Phase erfolgt die Sicherheitsabnahme und die Inbetriebnahme durch den Betreiber.

Das Projekt ist formal im September 2020 gestartet, aktuell befindet sich der Großteil der Teilprojekte bereits in der 2. Phase.

Projektansprechpartner
Lukas Haase
Projektleiter H2Rivers
lukas.haase@m-r-n.com

Jan L. Garcia
Pressesprecher
jan.garcia@m-r-n.com

HyBayern – Grüne Wasserstoffmodellregion

Aufbau eines geschlossenen Kreislaufs aus grüner H2 Erzeugung, -verteilung und -nutzung
Landkreis Landshut, Ebersberg, München
Projektvolumen
42 Mio. Euro
Laufzeit
2020-2025
Durch die Nutzung des grünen Wasserstoffs als Kraftstoff für den Betrieb von 35 neuen Brennstoff­zellen- Bussen, 30 Pkw, Flurförder­zeugen und dem geplanten Wasserstoff-Technologie-Anwender­zentrum werden jährlich bis zu 4.500 Tonnen CO2 Tonnen CO2 eingespart.
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