HyLand –Wasserstoffregionen in Deutschland

„HyLand – Wasserstoffregionen in Deutschland“ ist ein 2019 vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ausgerufener Wettbewerb, der sich bereits in der zweiten Runde befindet. HyLand motiviert Akteure in allen Regionen Deutschlands Konzepte mit Wasserstoffbezug zu initiieren, zu planen und umzusetzen. Ziel des Wettbewerbs ist es, die innovativsten und erfolgversprechendsten regionalen Konzepte zu identifizieren und zu fördern.

HyStarter, HyExperts und HyPerformer – Potentiale von Wasserstoff entdecken und umsetzen

Aus über 200 Konzepteinreichungen aus ganz Deutschland wurden in der ersten Runde von HyLand (HyLand I) Konzepte in drei Kategorien mit unterschiedlichen Zielsetzungen und Förderschwerpunkten ausgewählt.

Im Rahmen von HyLand II wurden im September 2021 30 weitere Kommunen und Regionen als HyStarter bzw. HyExperts ausgezeichnet. Als Teil des Netzwerks von HyLand werden die Regionen mit den entsprechenden Förderinstrumenten und Netzwerken bei der Erstellung von regional integrierten Konzepten zur Einführung von Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie im Verkehr unterstützt und begleitet.
Alle weiteren Infos zu den Gewinnern von HyLand II finden Sie hier.

Auf der HyLand-Karte gelangen Sie direkt zu den jeweiligen HyLand-Projekten und Regionen. Hier erhalten Sie Informationen und Materialien zu Partnern, Zielen und Inhalten der Hyland-Projekte. Machen Sie sich ein Bild von den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Wasserstofftechnologien in der Praxis.

Die HyLand-Projekte im Überblick:

HyStarter

(9 Regionen) – Aktivierung und Organisation der Akteurslandschaft

HyExperts

(13 Regionen) – Erstellung von umsetzungsreifen Konzepten

HyPerformer

(3 Regionen) – Entwicklung und Umsetzung konkreter Wasserstoffprojekte
Die Konzepte sollen dazu beitragen, eine integrierte Wasserstoffwirtschaft in den jeweiligen Regionen zu entwickeln. Wissensstand, Vernetzung und Akteursdichte in Bezug auf das Thema Wasserstoff sind in den Regionen Deutschlands unterschiedlich. Um eine gezielte Unterstützung bereitzustellen, fördert HyLand die Regionen unter Berücksichtigung der vor Ort vorhandenen Voraussetzungen mit unterschiedlichen Förderinstrumenten.

Deutschland wird Wasserstoff-Land! Die HyLand-Initiative ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg Deutschlands zu einer der führenden Wasserstoffnationen weltweit. Die HyLand-Förderung geht in die Fläche und trägt dazu bei, eine lokale Wasserstoff-Wirtschaft aufzubauen. Ziel ist, dass der Wasserstoff möglichst aus erneuerbaren Energien vor Ort hergestellt und dann auch in der Region verbraucht wird. Mit HyLand wird Mobilität neu und ganzheitlich gedacht, von der Produktion der Energie über die Antriebstechnologie bis hin zur Tankinfrastruktur. Die NOW GmbH ist als Bundesgesellschaft Koordinatorin des Wettbewerbs.

Wasserstoff – Schlüsseltechnologie zur Erreichung der Klimaziele

Der Klimaschutzplan der Bundesregierung sieht vor, dass bis 2030 in Deutschland 55 % der CO2-Emissionen im Vergleich zu 1990 eingespart werden. Grüner, das heißt nachhaltig erzeugter Wasserstoff und seine Anwendungen sind Schlüsseltechnologien für die Erreichung der nationalen Klimaziele. Die vielfachen Einsatzmöglichkeiten von Wasserstoff als Energiespeicher und Kraftstoff ermöglicht die Kopplung der Sektoren. Energieerzeugung und Verkehr bilden damit die Grundlage für die Entwicklung eines nachhaltigen Energiesystems in Deutschland.

Mobilität verbindet Menschen, Wirtschaft und Infrastrukturen, an Land, zu See und in der Luft. Der Mobilitätssektor ist jedoch der drittgrößte Verursacher von CO2-Emissionen in Deutschland.  Die vielfältigen Mobilitätsbereiche befinden sich heute in einem rasanten und tiefgreifenden Strukturwandel und stehen bei der Gestaltung einer nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft im Mittelpunkt. Neben neuen multimodalen Mobilitätskonzepten, die die ressourcenschonende digitale Vernetzung des Mobilitätsangebots im Individual-, Nah- und Fernverkehr in den Blick nehmen, sind nachhaltige Mobilitätstechnologien der Elektrifizierung, der Energieeffizienz und des Einsatzes neuer Energieträger der zweite wichtige Pfeiler bei der Entwicklung einer emissionsarmen und umweltschonenden Mobilität der Zukunft. Wasserstoff spielt hier eine zentrale Rolle, ermöglicht und erleichtert diesen Wandel.

Die HyLand-Partner und ihre Projekte bringen Wasserstoff in allen Regionen Deutschlands in die Planung und in konkrete Praxisanwendungen und zeigen damit schon heute die Bedeutung und Potentiale der Zukunftstechnologie Wasserstoff im Mobilitäts- wie auch in anderen Sektoren.

Nationales Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie

„HyLand – Wasserstoffregionen in Deutschland“ ist Teil des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP 2). Das BMVI gestaltet und unterstützt mit dem NIP 2 die Markteinführung von Anwendungen in diesem Bereich. Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungs-, aber auch Beschaffungsvorhaben. Ziel ist neben dem Beitrag zum Klimaschutz insbesondere der Erhalt und Ausbau der Technologieführerschaft der deutschen Industrie und die damit verbundene Schaffung und Sicherung zukunftsfähiger Arbeitsplätze.

Im NIP unterstützt wird auch die Erarbeitung, Verfeinerung und Umsetzung integrierter Wasserstoff-Konzepte, die sich mit der regionalen Erzeugung von – möglichst grünem – Wasserstoff, seiner Bereitstellung und mit der Nachfrage durch konkrete Anwendungen vor Ort, vor allem im Verkehrsbereich, beschäftigen. Durch eine Bündelung der Förderung in bestimmten Vorreiter- und Leuchtturmregionen und eine Durchdringung der regionalen Wirtschaft, Mobilität und Energieversorgung können der reale Einsatz der Technologie auf breiter Ebene auch mit Außenwirkung demonstriert, Synergien genutzt und Investitionssummen gemindert werden.

Wasserstoff

Energieträger der Zukunft

Projektfinder

Alle HyLand-Regionen

Presse

Aktuelle Informationen

HyBayern – Grüne Wasserstoffmodellregion

Aufbau eines geschlossenen Kreislaufs aus grüner H2 Erzeugung, -verteilung und -nutzung
Landkreis Landshut, Ebersberg, München
Projektvolumen
42 Mio. Euro
Laufzeit
2020-2025
Durch die Nutzung des grünen Wasserstoffs als Kraftstoff für den Betrieb von 35 neuen Brennstoff­zellen- Bussen, 30 Pkw, Flurförder­zeugen und dem geplanten Wasserstoff-Technologie-Anwender­zentrum werden jährlich bis zu 4.500 Tonnen CO2 Tonnen CO2 eingespart.

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